Kobudo

Kobudō (jap. 古武道, dt. „alte Kriegskunst“)

bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Bauernwaffen, beispielsweise das Sai (eine Art Dreizack), das Nunchaku (kurzer Dreschflegel), der Bō (ein 182 cm langer Stab), die Kama (landwirtschaftlich genutzte Sichel), der Tonfa (Schlagstock) oder Tekkō (Schlagring). Speziell in Deutschland wurde durch Georg Stiebler der Hanbō (90–100 cm langer Stab, halbes Bō) als weitere Waffe etabliert, da diese Waffe eine gute Ergänzung zum Karate- und Jiu Jitsu-Training bildet. Weitere Waffen waren Tinbe und Rochin (Schild aus Schildkrötenpanzern und kurze Hellebarde), Wēku (Paddel) oder Suruchin (Seil mit Gewichten an den Enden). Die Entwicklung des Kobudō wird zum einen der „Arbeiterschaft“ Okinawas zugeschrieben, aber auch dem Adel und den Beamten. Dies wird besonders bei den Ursprüngen der Katas ersichtlich, denn diese wurden von Beamten oder Adeligen entwickelt. In japanischen Schriften wird Kobudō oft im Sinn von Koryū benutzt; die hier angegebene Bedeutung ist dagegen im westlichen Sprachgebrauch vorherrschend.

Kobudōwaffen

Hauptwaffen

alt

Ein Paar Kamas

alt

Verschiedene Nunchakus

alt

Ein Paar Tonfas

: Überbegriff für alle Stockwaffen, welche man primär nach der Länge charakterisiert, da diese ausschlaggebend für die Benutzung ist. Des Weiteren wird nach der Form unterschieden.

Nach der Länge:

  •  Rokushaku-Bō (ca. 1,82 m langer Stab, wird meist kurz als Bō bezeichnet)
  •  Tambō (auch Tanbo; ca. 60 cm lang)
  •  Hanbō (ca. 80 bis 100 cm lang)
  •  Kyūshaku-Bō (270 cm lang)
  •  Bajobō (ca. 390 cm)

 Nach der Form

  •  Hakkaku-Bō (achteckiger Querschnitt)
  •  Kaku-Bō (viereckiger bzw. quadratischer Querschnitt)
  •  Maru-Bō (runder Querschnitt)
  •  Rokkaku-Bō (sechseckiger Querschnitt)

-Eiku, Wēku, Kai oder Sunakake-bo (Fischerpaddel)

-Kama (Sichel), siehe auch Kusarigama

-Kue oder Kuwa (Gartenharke)

-Manjisai (auch Nuntesai) (Variante des Sai)

-Nunchaku (zwei mit einer Schnur verbundene Stöcke, kurzer Dreschflegel)

-Nuntebō (Bō mit Saispitze), siehe auch Yari

-Rokushakukama (ein Kama befestigt auf einem Rokushakubo(180cm langer Bō), Sense)

-Sai (dolchähnlicher Dreizack)

-Sansetsukon (dreiteiliger Dreschflegel)

-Suruchin oder Kusari Fundō (zwei Gewichte mit einer Schnur dazwischen)

-Tecchū (Schlageisen)

-Tekkō (Schlagring)

-Tinbei & Rochin (Schild aus Schildkrötenpanzer mit Machete oder kurzen Speer)

-Tonfa (ähnlich dem Polizeischlagstock, ursprünglich Griff eines Mühlsteins)

-Tuja (Dreizack)

Gesetzliche Regeln

Nach dem deutschen Waffengesetz ist der Besitz mancher Waffen (so z.B. Nunchaku (Würgewaffe) oder Tekkō (Schlagring)) verboten.

 

Quelle: WIKIPEDIA


AddThis
 
 
M. Glad Seminar-001
Logo extra travel

2010 Sicherheitauszeichnung
   Wir sind Partner des
 Karate Kollegium Deutschland 
   
Karate Kollegium
  







 



Login



facebook_32Karate-Akademie Burgrieden e. V.


Besucher heute:32
Besucher gestern:180
Besucher gesamt:122091